APPENZELLER BARTHÜHNER

Die Anfänge der Zucht des Appenzeller Barthuhn, die in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück reichen, sind nicht mehr rekonstruierbar. Wohl ist es aus Kreuzungen alter Landhühner entstanden, bei denen man damals weniger auf einheitliche äußere Erscheinung als vielmehr auf Robustheit, Klimaverträglichkeit und ansprechende Leistungachtete. Im Appenzellerland wurde schließlich Dank großes züchterisches Engagementeine einheitliche Rasse ganz besonderer Prägung herauskristallisiert, das heutige Appenzeller Barthuhn. Das Appenzeller Barthuhn ist ein kräftiges Landhuhn mit breiten Schultern, mittellang undleicht abfallendem Rücken. Der Schwanz muss voll,angezogen, gefächert und mit guter Besichelungsein. Charakteristisch sind der Kinn und Backenbart und der breite, gut anliegende Rosenkamm mitausgeprägten Perlung und einem gerade auslaufenden runden Dorn . Die Kehllappen sindklein, rot und fast vom Bart verdeckt. Der Hals ist mittellang, leicht gebogen und mitvollem Behang. Es gibt drei anerkannte Farbenschläge: schwarz - Grünglänzendes Schwarz mit dunklem bisschwarzem Untergefieder, Augenfarbe dunkelbraun .  Blau-Gesäumt – Gleichmäßiges Taubenblau, jede Feder schwarzgesäumt, Hals- und Sattelbehangbeim Hahn in Schwarzblau übergehend,Schwanz blau, der Brustfarbe entsprechend, Hahn etwas dunkler als Henne, Augenfarbe dunkelbraun.  Rebhuhnhalsig – Kopf dunkelgoldfarbig , Halsbehang dunkelgoldfarbig mit schwarzen Schaftstrichen , die den Saum nicht durchbrechen .Hahn : Schulterdecke und Rücken rotgoldfarbig , ebenso Sattelgefieder , hier aber mit Schaftstrich , Binden schwarzgrün glänzend , Handschwingen schwarz mit braunem  Aussensaum , Armschwingen mit schwarzer Innen- und brauner Aussenfahne , Bart ,Brust , Schenkel und Schwanz rein schwarz .Henne : Rücken ; Schulter und Flügeldecke graubraun mit möglichst gleichmäßigerschwarzer Rieselung und hellem Federkiel , Bart braun , Brust lachsrot , zum Bauch hingrauer werdend , Schwingen und Schwanz schwarzbraun , Augenfarbe dunkelbraun bis rot .

 

Appenzeller Spitzhauben

Das App. Spitzhaubenhuhn soll bereits im 15. Jahrhundert in Klöstern des Alpenraums gezüchtet worden sein. Zu den Stammeltern dürften die Brabanter,eine alte niederländische Rasse, so wie zwei französische Rassen, La Fleche und Crêpe-Coeur zählen. Bei einer staatlichen verfügten Rassebegrenzung im 19. Jahrhundert blieben die Spitzhauben nur noch im Appenzell erhalten,weshalb sie fortan „ Appenzeller Spitzhauben“genannt wurden. Anfang der 50er Jahre wäre die Rasse beinahe ausgestorben, hätte es nicht das Engagement etlicher Züchter gegeben.Das Spitzhaubenhuhn ist ideal an die Bedingungen der Berge angepasst, klettert vorzüglich auf felsigem Grund und kann gut fliegen. Gerne übernachtet es auf Bäumen, sogar im Winter. da es nur kleine Kehllappen und statt eines Kammes zwei kleine Hörner besitzt, kann auch strenger Frost ihm kaum etwas anhaben.Charakteristisch ist die schmale, nach vorn geneigte Federhaube auf dem Kopf. Hennen Wiegen meist nurwenig über ein Kilogramm und Hähne kaum über 1,5kg. Spitzhauben sind relativ gute Leger. Im ersten Jahr legen sie ca. 150 weißschalige, 55 g schwere Eier.Im letztenJahrhundert gabes mehr als zehnverschiedeneFarbschlägedieser Rasse.Heute existierennoch fünf,Schwarz, Gold-Schwarzgetupft, Silber-Schwarzgetupft, Blau und Chamois-weißgetupft, von denen die Silber am häufigsten anzutreffen sind.

 

Holländer Weißhauben

Auf einem Gemälde des holländischen Maler J. Monkhorst ist schon 1657eine schwarze Henne mit weißer

Haube zuerkennen, zweifellos ein Vorläufer derheutigen Rasse. Auf der ersten Geflügelausstellung in

London 1845 wurde die Rasse bereits klassifiziert, damals gab es sie schon in 4 Farbenschlägen.

Holländer Weißhauben sind ungewöhnliche,besonders schöne Hühner. Mit ihrem außergewöhnlichen

Schopf sind sie schonetwas Besonderes. Sie legen weiße Eier inrecht ordentlicher Zahl.Zwar schreibt

manihnen allgemein keinen ausgeprägtenBrutinstinkt zu, trotzdem können sie hinund wieder brütig

werden. Manche Züchter binden ihre Haube zusammen,damit sie sauber bleibt und das Huhnbesser

sehen kann. Die HolländerWeißhaube hat nur einen dünnen Schädelund unterkühlt sich bei kaltem

Wetterrasch. Auch auf Milben muss man achten,da die Hühner sich nicht besonders gut putzen

können.Höllander Weißhauben gibt es in vielenFarbenschlägen.

Am bekanntesten ist dieschwarze Variante mit weißer Haube.Dann gibt sie es noch in weiß,

blau,gesperbert, schwarz-weißgescheckt, gelbund als Schwarzhaube in Weiß. Die Haubeder Hennen sollte

sehr rund sein , die  derHähne müssen den Kopf gleichmäßighinten und an den Seiten umschließen.Das

Putzen der Haube ist beiAusstellungen zur Verbesserung derSichtfreiheit gestattet.